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Beyond Meat Erfahrungsbericht – Wie schmeckt der Burger ohne Fleisch?

Herzregion Beyond Meat Burger - Burger ohne Fleisch, Erfahrungbericht auf Herzregion.at
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Beyond Meat – Burger ohne Fleisch, ein Erfahrungsbericht

Wer dieser Tage die Nachrichten verfolgt, hat den Name “Beyond Meat” vielleicht schon gehört. Dabei handelt es sich um eine fleischlose Alternative zu…. Fleisch. Beyond Meat ist ein Hersteller pflanzlicher Fleischersatzprodukte. Beyond Meat hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein “Fleischerlebnis” für all jene zu schaffen, die lieber auf Fleisch verzichten. Komplett vegan, ohne Gluten sowie ohne Soja. Doch was ist dran an dem Hype des Startups aus Los Angeles, das im Mai 2019 an die Börse ging und dessen Aktienpreis binnen drei Wochen um 324% gestiegen ist?

Zu aller erst eine Klarstellung, denn schließlich verstoßen wir mit diesem Artikel gegen zwei unserer eigenen Regeln. Zum einen hat Beyond Meat wenig mit Regionalität zu tun, zum anderen bin ich selbst ein Fleischliebhaber und stehe Dingen wie “Fleischersatz” relativ skeptisch gegenüber. Aber ich liebe es, neue, innovative Dinge auszuprobieren und zu testen. Ich bin zudem ein Verfechter von bewusstem Fleischkonsum (mehr dazu unten) und ich kenne einige Personen aus meinem privaten Umfeld, die entweder vegetarisch oder vegan leben, bzw. ihren Fleischkonsum reduzieren wollen. Grund genug, diesem Trend also auf die Spur zu gehen und über die Erfahrung von Beyond Meat – dem fleischlosen Burger (Beyond Burger) zu berichten.

Verpackung des Beyond Meat Burgers - Beyond Meat Erfahrungsbericht des fleischlosen Burgers

Beyond Meat und ihre fleischlosen Produkte kurz erklärt

Beyond Meat ist der Name der Firma, welche mehrere fleischlose Produkte vertreibt. Zu den Produkten von Beyond Meat zählen derzeit der Beyond Burger (fleischloser Burger), Beyond Sausage (fleischlose Wurst in zwei Ausführungen) sowie Beyond Beef Crumbles (fleischloses “Hackfleisch” für Tacos oder Grundrezepte, bei dem Hackfleisch zum Einsatz kommt).

In diesem Artikel beschäftigen wir uns ausschließlich mit dem Erfahrungsbericht über den Beyond Meat Burger (Beyond Burger).

Wo man den Beyond Meat Burger im Supermarkt findet

Es war eine relativ spontane Aktion. Wie immer stand ich im Supermarkt komplett planlos, was ich mir am Abend kochen sollte. Beim Schlendern durch die verschiedenen Abteilungen bin ich – wie so oft – in der Fleischabteilung gelandet. Ich habe mir, wie so viele auch, zwar vorgenommen weniger Fleisch, dafür bewusster, zu essen. Doch meistens funktioniert das, gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag, nicht. Die Versuchung ist einfach zu groß. Zum einen, weil ein Stück Fleisch mit einer Beilage nicht sonderlich kompliziert oder aufwendig zuzubereiten ist, zum anderen weil ich oft das Gefühl habe, dass mich nur Fleischgerichte satt machen können (was natürlich nicht stimmt).

Den fleischlosen Burger von Beyond Meat findest du in der Fleischabteilung. Kein Scherz.

Das ist relativ untypisch für ein veganes Produkt. Jeder Fleischliebhaber kennt die etwas steril wirkende “Vegan-Abteilung” im Supermarkt. Meist belächelt, wenn sich hier in grün verpackte Sojawürste zum Besten geben. Nicht so bei Beyond Meat. Die Marke hat es geschafft, dass sie sich tatsächlich zwischen Hackfleisch und Putenbrust platzieren kann.

Da ich am Tag davor noch einen interessanten Bericht über die Firma Beyond Meat gelesen habe, dachte ich mir, das ist der Moment, an dem ich die fleischlosen Burger selbst teste.

An der Kassa angekommen folgte ein weiterer “Aha”-Effekt:

Wie viel kostet eigentlich der Beyond Meat Burger?

Doch etwas erstaunt war ich vor allem über den Preis von “Beyond Meat”. Stellt man sich doch vor, dass die fleischlose Alternative günstiger als echtes Fleisch ist, um vor allem Personen mit geringeren Einkommen dazu zu motivieren weniger Billigfleisch zu essen, wird man beim Bezahlen eines Besseren belehrt. Der Beyond Burger von Beyond Meat kostete nämlich 5,99 Euro für zwei Patties á 113,5 Gramm (also gesamt 227 Gramm), was einem Kilopreis von knapp 27 Euro entspricht. Zum Vergleich: Rinderfaschiertes kostet im Supermarkt “Billa” per Kilo 9,28 Euro, also fast ein Drittel der pflanzlichen Alternative “Beyond Meat”. Ob es nun gut ist, dass ein Kilo Rindfleisch vielleicht zu günstig im Supermarkt angeboten wird sei an dieser Stelle dahingestellt. Es geht darum, dass Beyond Meat eine Alternative zum Fleischkonsum darstellen möchte und rein aus preislicher Sicht, macht es daher wenig Sinn.

Beyond Meat Burger roh - Erfahrungsbericht von Beyond Meat


Beyond Meat Burger im Vergleich zu echtem Fleisch

Zuhause angekommen habe ich mich sofort an die Arbeit gemacht und war natürlich neugierig auf den Vergleich zwischen echten Burger-Patties und der fleischlosen Alternative von “Beyond Meat”. Gleich zu Beginn habe ich festgestellt, dass für zwei Patties relativ viel Verpackungsmaterial aufgewendet wird. So werden alle Patties von Beyond Meat mit einer vakuumierten Plastikverpackung geschützt welche wiederum von einer Kartonverpackung “veredelt” (Stichwort Premiumprodukt) wird. Das ist per se ja nicht schlechter als bei verpacktem “Premium-Fleisch” aus dem Supermarkt, aber etwas konträr zum Faktum, dass “Beyond Meat” die Umwelt schützen möchte. Auch hier hat sich meine grundsätzliche Skepsis wieder bestätigt gefühlt.

Beyond Meat Burger im Rohzustand – Geruch und Textur im Vergleich zu echtem Fleisch

Beim Auspacken fällt sofort auf, dass die Patties etwas instabil wirken. Sie sehen einem echten Fleisch-Pattie zwar sehr ähnlich, die Textur im Rohzustand ist allerdings ziemlich weich und flüssig. Fleischliebhaber wissen natürlich, dass ein richtiges Burger Patty einen gewissen Fettanteil haben sollte, was sowohl den Fleischgeschmack intensiviert als auch die Patties stabil zusammenhält. Der Beyond Meat Burger Pattie kann von der Textur allerdings mit einem sehr fein handgeschnittenen Beef Tatar – wo man in der Regel sehr mageres Fleisch wie Filet oder Hüfte hernimmt – verglichen werden. Die Farbe der Veggie-Patties ist etwas pink, was auf den Zusatz von Beetenrot zurückzuführen ist.

Aber wie riecht der Burger eigentlich? Auch das war ein Punkt, der meine Skepsis nicht verblassen ließ. So hat der Burger von Beyond Meat beim Öffnen der Verpackung bereits einen etwas “unnatürlichen” auf mich leicht an Seife erinnernden Geruch.

Beyond Meat mit Cheddar Käse - Erfahrungsbericht von Beyond Meat Burger


Die Zubereitung vom Beyond Meat Burger

Etwas, das ich mir von Beginn an geschworen habe war: “Etwas das sich Burger nennt, soll auch als Burger behandelt werden.” Deshalb gab es da auch keine Kompromisse (bis auf den nicht unwesentlichen Kompromiss, als Fleischliebhaber kein Fleisch zu braten :)).

(Ein Burger Rezept – mit echtem oder Beyond Fleisch – gibt’s übrigens bald im Herzregion Magazin)

Normalerweise gebe ich in einer Teflon beschichteten Pfanne kein Öl. So auch nicht in diesem Fall. Laut Hersteller müssen die Beyond Meat Patties auf jeder Seite ca. 2 – 3 Minuten gebraten werden. Beim Braten verliert der Burger relativ viel Flüssigkeit, dabei handelt es sich um pflanzliches Öl, also nicht erschrecken. Bis auf den Geruch, mit dem ich mich immer noch nicht ganz anfreunden kann, brät sich der Burger wie ein echter Fleisch-Burger.


Wie schmeckt der Beyond Meat Burger ohne Fleisch nun wirklich?

Zeit für die große Enthüllung. Zubereitet wurde der Beyond Meat Burger – wie oben erwähnt, als wäre er ein gewöhnlicher Burger. Also mit hauseigener Sauce, Champignons, Cheddar (ja ich weiß, nicht vegan!), Tomaten, Zwiebeln, etc.

Der Burger sieht von außen auch aus wie ein richtiger Burger und ziemlich authentisch ist er auch perfekt “Medium” gebraten (Danke an die rote Beete).



Der erste Biss und ich muss sagen…. Ich bin dann doch ziemlich überrascht. Im positiven Sinne. Das Burger-Patty kommt einem echten Fleisch-Patty zum Verwechseln ähnlich. Echte Fleischliebhaber schmecken zwar sicherlich den Unterschied, vor allem ist der Geschmack natürlich nichts im Vergleich zu einem herzhaften Wagyu Burger Pattie, aber dennoch habe ich schon oft viel geschmacklosere Burger gegessen. Sogar ein leichter Rauchgeschmack ist zu schmecken. Und selbst die Textur kommt sehr sehr nah an einen echten Fleisch-Burger.

Beyond Meat Burger - Textur des flesichlosen Burgers - so schmeckt der Burger von Beyond Meat, ein Erfahrungsbericht


Was ist im Beyond Burger? Die Zutaten des fleischlosen Burgers

Auf der Verpackung des Burgers steht in großen Lettern, dass die Patties 20% Protein beinhalten, allerdings frei von Soja und Gluten sind. Hauptbestandteil der Burger-Patties sind Erbsenproteine sowie Wasser und pflanzliche Öle.

Zutaten des Beyond Meat Burgers

Die Zutaten vom Beyond Meat Burger:
Wasser, Erbsenproteinisolat 18%, Rapsöl, Raffiniertes Kokosnussöl, Aroma, Raucharoma, Stabilisatoren: Cellulose, Methylcellulose, Gummi Arabicum; Kartoffelstärke, Maltodextrin, Hefeextrakt, Salz, Sonnenblumenöl, Trockenhefe, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Essigsäure; Farbstoff: Beetenrot, modifizierte Stärke, Apfelextrakt, Zitronensaftkonzentrat.

Ist der Beyond Meat Burger gesund?

Eine sehr gute Zusammenfassung zum gesundheitlichen Aspekt vom Beyond Meat Burger haben wir auf Onmeda.de gefunden. Dort heißt es, dass sich der Beyond Meat Burger hauptsächlich durch den Erbsen- und Rapsöl-Anteil von anderen veganen Produkten unterscheidet. Soja, das in Kombination mit Weizen in anderen Alternativen vorhanden ist, ist dem körpereigenen Eiweiß zwar ähnlicher, dennoch gibt es einen klaren Vorteil. Das Erbsenprotein hat im Gegensatz zu Weizen (Gluten) mehr essentielle Aminosäuren.

Das Erbsenprotein und damit verbundenen essentiellen Aminosäuren in der Kombination mit dem Rapsöl, das hochwertige ungesättigte Fettsäuren liefert, macht auch den Hauptunterschied zu den Patties aus Fleisch aus. Diese liefern nämlich gesättigte Fettsäuren, was in größeren Mengen als ungesund gilt.

Die Mission von Beyond Meat und warum man darüber sprechen sollte

Beyond Meat möchten mit ihren Produkten eine Alternative zum Fleischkonsum schaffen, da der Verzehr von Fleisch laut dem Unternehmen für eine Vielzahl an globalen Problemen Schuld trägt. Laut der Website von Beyond Meat wurde das Unternehmen aus 4 Gründen gegründet:

  • Um die menschliche Gesundheit zu erhöhen (vor allem vom roten Fleisch wird immer wieder gesagt, dass sich ein übermäßiger Verzehr davon negativ auf das Herz und den Darm auswirkt)
  • Damit der weltweiten Ausstoß von CO2 zu verringern
  • Um globale Ressourcenknappheit zu bekämpfen (dies führt ebenso auf die Viehzucht zurück)
  • Damit Tiere geschützt werden

Muss ich wirklich auf Fleisch verzichten, um die Welt zu retten?

Dass die Industrialisierung der Fleischproduktion tatsächlich negative Auswirkungen auf Mensch, Tier und den Planeten hat, steht außer Frage. Und wer seit der Volksschule das 1×1 beherrscht, der wird wahrscheinlich in der Fleischabteilung im Supermarkt auch nicht ganz nachvollziehen können, wie es sein kann, dass ein Kilogramm Chips hochgerechnet 12,00 Euro kostet, während ein Kilogramm Schweinsschopf auf lediglich 4,49 Euro (das ist ein Drittel des Chips-Preises) kommt.

Wir haben es in den vergangenen Jahren als zu selbstverständlich erachtet, Fleisch zu essen. Spricht man mit den eigenen Großeltern über ihre Jugend, merkt man schnell, dass der Fleischgenuss im Vergleich zu früher drastisch zugenommen hat. Und wenn man dies aus Ressourcen-Sicht betrachtet, schmeckt das 99-Cent Kotelett gleich nicht mehr so gut:

  • Weltweit werden 80% der Weidenutzungsflächen für die Fleischindustrie verwendet
  • Kühe, Schweine und Hühner aus Massentierhaltung werden mit niederwertigem Futter gezüchtet. Die Ausscheidungen der Tiere führen zudem zur Verunreinigung im Grundwasser (Phospat, etc.), Ausstoß von Treibhausgasen sowie Antibiotika im verzehrten Fleisch

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, beim Fleischkauf doppelt nachzudenken und dieses Lebensmittel mit mehr Respekt zu behandeln. Es lohnt sich zum Beispiel enorm, auf Bio-Fleisch zuzugreifen, bzw., den Fleischkauf vom Diskonter auf den regionalen Metzger zu verlegen. Eine Übersicht, wo du in der Region Kitzbühel und Kufstein das beste Fleisch vom Metzger erhältst, findest du übrigens auf der Herzregion.

Fazit zum Test des Beyond Meat Burgers

  • Der Burger brät sich tatsächlich sehr ähnlich wie echtes Fleisch
  • Sowohl der Geschmack als auch die Textur haben mich komplett überrascht
  • Der Burger von Beyond Meat ist daher sicherlich eine hervorragende Alternative für all jene, die lieber auf Fleisch verzichten oder es reduzieren wollen.
  • Aber in einigen Punkten finde ich das Konzept inkonsequent umgesetzt. Zum einen will das Unternehmen dafür kämpfen, dass weniger Fleisch konsumiert wird. Es soll also eine Alternative zu Billgigfleisch sein, welches mit 70% des gesamten Fleischkonsums vor allem für Umwelt und Gesundheit schädlich ist. Mit dem Preis von 6 Euro für zwei Patties wird dies allerdings schwierig – es bleibt ein Luxusprodukt und bekämpft nicht das tatsächliche Problem.

Wo kann man Beyond Meat Produkte in Österreich kaufen?

Beyond Meat ist derzeit ein regelrechter Kassenschlager. Der Autor hat die Beyond Meat Burger Patties in einem Supermarkt seines derzeitigen Wohnorts in Belgien gefunden. Laut unserer Recherche kannst du Beyond Meat bei den folgenden Shops in Österreich kaufen:

In Deutschland wird der Beyond Meat Burger übrigens bei Lidl angeboten.

admin
Oliver Allmoselchner ist einer der Gründer von Herzregion.at. Er wuchs in Reith/Kitzbühel auf, studierte in Wien und Antwerpen und arbeitet seit 2019 in Belgien in einem Startup. Sein Herz befindet sich in der Heimat, weshalb das Projekt Herzregion kein "Nebenprojekt", sondern Berufung ist.

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Oliver Allmoslechner und Franz Lechner von herzregion.at