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Die Rauhnächte in den Alpen

Ein Brauch zwischen Nostalgie und Zukunft

Dieser Brauch kommt noch aus vorchristlicher Zeit. Die Heiden, Germanen und Kelten aber auch die Römer haben die Tage in Nächten gezählt. Noch heute findet man sprachliche Spuren diese Besonderheit, die Alpbacher zum Beispiel meinen mit dem Wort „nacht“ nämlich gestern.


„Rachn geh“ ist noch immer ein fester Bestandteil des bäuerlichen Lebens. Man schützt Haus und Hof mit Weihrauch und Kräuter. Man treibt das Schlechte des Jahres aus und segnet das kommende Jahr, sodass keine bösen Wurzeln mehr austreiben. Aber auch viele traditionelle Menschen in urbanen Gebieten gehen mit ihrem „Pfandl“ in den Rauhnächten durch die Wohnung. Dieses Ritual hat für viele Menschen keine religiöse Bedeutung mehr, es geht um die spirituelle und reinigende Kraft und um die Nostalgie aus der Kindheit.

Von Region zu Region gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, wann die Rauhnächte beginnen. Für viele ist die Wintersonnwende, die Thomasnacht oder Mutternacht, der 21. Dezember, der Beginn. Andere wählen den 24. Dezember, vor allem katholische Menschen, als Beginn ihrer Räucherstunden.

Rauhnacht - Brauch in den Alpen


12 Nächte – aber warum?

Wie so oft bei Brauchtum hat natürlich auch hier der Mond und die Sonne eine Bedeutung. Das Mondjahr hat 354 Tage, um auf das Sonnenjahr zu kommen, fehlen genau 12 Tage. Sie sind seit eh und je magisch, weil sie „ungezählt und tot“ sind. Außerdem sollen die 12 Nächte ein Sinnbild für den Jahreskreis darstellen – 12 Monate.


Auch das Perchten, das nicht überall bereits am 5. Dezember stattfindet, sondern in vielen verschiedenen Facetten auch am 05. Jänner auftaucht, das sogenannte Königsperchten, ist Bestandteil der Rauhnächte. Die Heiden glaubten an Frau Holle, die in der Mythologie den Namen „Perchta“ trug. Man wollte sie besänftigen, dass der Winter nicht all zu hart und kalt wird und sie ihre Betten sanft ausschüttelt. Das Bleigießen an Silvester, das Voraussehen auf das neue Jahr, hat auch mit diesen verborgenen Nächten zu tun.

Einfach einmal ausprobieren

Wer diesen Brauch nicht sowieso in seinen Feiertagstraditionen verankert hat, sollte diese mystische, reinigende Reise durch die eigenen vier Wänden jedenfalls einmal ausprobieren. Neben dem altbekannten Weihrauch eignen sich als Räucherpflanzen vor allem Fichtenharz, Lavendel, Holunder und Mistel, aber dem Geschmack und der Vorliebe sind heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt. Viele der herkömmlichen Rauchkräuter haben jedoch nachweislich eine antibakterielle und keimfeindliche Wirkung.

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