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Schreckensgestalt der Alpen – Der Krampus

Krampuslauf - Was ist der Krampus? Herzregion.at

Wer ist der Krampus und woher kommt er?

Der Krampuslauf blickt auf eine uralte Tradition des Alpenraums zurück. Trotz des althergebrachten Brauchtums des Krampus lässt sich ein Trend erkennen – viele Jugendliche aber auch Erwachsene beschäftigen sich tiefergehend mit der Pflege der Tradition. So werden auch heute immer neue Krampusgruppen, bzw. Passen als Vereine gegründet. Doch woher kommt der Krampus-Brauch und was steckt dahinter?

In seiner traditionellsten Form ist der Krampus der dunkle Begleiter des heiligen Nikolaus. Kommt der Nikolaus die braven Kinder am 6. Dezember mit Geschenken besuchen, so werden die unartigen – so der Brauch – von ihm bestraft. Der Brauch – je nach Region auch als “Kramperl”, “Ganggerl”, “Tuifl” oder “Toife” bezeichnet – wurde erstmals um das 17. Jahrhundert wahrgenommen. Als Schreckensgestalt als Kontrast zum Guten, dem NIkolaus, wirkt der Brauch vor allem in der kalten Jahreszeit als besonders mystisch. Aufwendig geschnitzte Teufelsmasken, eingekleidet in Felle und ausgestattet mit Ruten und lauten Kuhglocken, zeigt sich noch heute sehr anschaulich das symbolisch “Böse” das die Tradition verkörpert.

Wann kommt der Krampus?

Traditionellerweise kommt die dunkle Gestalt am 5. Dezember, der Vorabend des Nikolaus-Tages. In vielen Regionen Österreichs finden bereits an den letzten Wochenenden des Novembers sogenannte “Krampusläufe” und Umzüge statt. Dabei versammeln sich ein oder mehrere Passen (Krampusgruppen) in Orten und ziehen gesammelt durch die Straßen der Ortschaften. Am Nikolotag selbst tritt der dunkle Zeitgenosse immer noch als Begleiter des Nikolaus auf, sofern dieser “persönlich” in Erscheinung tritt. Zu bekannten Ritualen zählt auch das Anschwärzen der unartigen Kinder mit öligem Russ, bzw. das Auspeitschen ebendieser mit der Rute.

 

In verschiedenen Regionen des Alpenraums wird das Brauchtum heute unterschiedlich ausgelebt. Vom traditionellen Krampuslauf mit dem Krampustratzen ( = Kinder und Jugendliche versuchen den Krampus zu ärgern und laufen anschließend davon) über den Einsatz von Pyrotechnik und aufwendigen Bühnenshows, wird der “Krampus” in verschiedensten Regionen Österreichs unterschiedlichst zelebriert.

 

 

In Kitzbühel ist unter anderem der “Ruatn” Pass ansässig, der unter anderem die “Devils Night” organisiert.

 

Bilder wurden freundlicher Weise von Lorenz Huter (Fotograf) zur Verfügung gestellt.

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admin

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