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Vorteile von Milch, Nährstoffe und Mythen

Herzregion Milch - wie gesund ist milch wirklich
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Bereits im ersten Beitrag in dieser Reihe haben wir uns mit dem Thema beschäftigt, wie gesund Milch wirklich ist. Tina Ganser, Ernährungs-Expertin und Autorin, erklärt uns im Herzregion Magazin alles über das Thema Milch. Wie gesund ist Milch? Was passiert bei zu hohem Milchkonsum?

In diesem Beitrag erklärt uns Tina alles rund um die Nährstoffe, die Vorteile und Mythen zum Thema Milch.




Was sind die wichtigsten Nährstoffe von Milch?


Hast du dich schon immer gefragt, was wirklich in der Milch steckt? Hier habe ich euch die wichtigsten Nährstoffe aufgelistet – und alles was ihr darüber wissen müsst.

Weiß doch jedes Kind? Calcium in der Milch

Nichts neues ist, dass die Milch ein guter Calciumlieferant ist. 99% des im Körper vorkommenden Calciums befindet sich in Knochen und Zähne, also besonders wichtig im Wachstum und bei älteren Menschen um das Risiko von Osteoporose (Knochenschwund) zu senken. Zudem ist dieser Mineralstoff auch wichtig für unsere Knochen.

Das Vitamin D verbessert die Aufnahme von Calcium im Körper. Vitamin D wird hauptsächlich im Körper durch Sonnenstrahlung produziert, daher ab ins Freie und die Sonne auf den Körper knallen lassen 😉

Eiweiß

Milch liefert auch hochwertiges Eiweiß. Eiweiß ist für viele Funktionen im Körper sehr wichtig:

nämlich nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch beim Aufbau und Erhalt von Körpermasse, daher besonders wichtig im Wachstum und in der Schwangerschaft. Außerdem ist es wichtig für viele Hormone in unserem Körper, z.B. für das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert.

Vitamin B2 – Riboflavin

Dieses Vitamin ist zuständig für die Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten, Proteine und Fett, also ganz essentiell für unseren Energiestoffwechsel. Ein Wachstumsvitamin sozusagen.

Wie man sieht ist Milch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, insbesondere im Wachstum und später im Alter.

Der Konsum von Milch ist laut Empfehlungen der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) ab dem 6. Monat in geringen Mengen möglich.



Du bist, was du isst?!

Eigentlich schon ein wirklich abgenutzter Satz, man kann ihn vielleicht auch schon gar nicht mehr hören, doch ist was Wahres dran. Unser Körper reagiert darauf, was wir essen und spiegelt es auch wider. Und das auf die unterschiedlichste Art & Weise: man fühlt sich nicht wohl, es schlägt auf die Stimmung oder im schlimmsten Fall erkrankt man an einer ernährungsassoziierten Erkrankung.

Mittlerweile wird der Darm immer mehr erforscht, insbesondere was unser Mikrobiom betrifft.

Was ist ein Mikrobiom?

Mikrowas? Das Mikriobiom ist eine Vielzahl (im Billionenbereich) von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben. Dazu zählen wir auch unsere Darmbakterien. Aktuelle Forschungen zeigen, dass eine Dysbalance unserer Darmbakterien uns nicht nur auf die Stimmung schlägt, sondern auch zu diversen Erkrankungen wie Depressionen, Krebs, Diabetes, Übergewicht führen kann. Die gesamte Darmflora lässt sich leider nicht nur durch Ernährung beeinflussen (einige Faktoren sind genetisch oder z.B. tötet Antibiotikum nicht nur die „schlechten“, sondern auch die “guten” Bakterien), doch sie trägt einen sehr hohen Anteil.

Was hat das nun mit der Milch zu tun? Zahlreiche Lebensmitteln haben eine positive Wirkung auf unsere Darmflora. So z.B. fermentierte (wie Sauerkraut oder anderes in Essig eingelegtes Gemüse) und probiotische (insbesondere Joghurt, Kefir und Buttermilch). Milchprodukte wirken sich also positiv auf unsere Darmbaktieren aus, kurz gesagt, auch auf unsere Gesundheit.

Verursacht Milch Krebs?

Laut einer amerikanischen Studie wird Milch mit Krebs in Verbindung gebracht, insbesondere Prostatakrebs. Laut Waltz (1) sagt zwar die World Cancer Research Fund, dass zwischen dem Verzehr von Milch “möglicherweise” eine Verbindung zu Prostatakrebs besteht, jedoch nur bei sehr hohem täglichen Konsum ( das wären mehr als 1,2 l Milch und 140 g Hartkäse).

Jedoch wurde dies 2016 widerlegt (Review von 2016 (Food & Nutrition Research), die sich intensiv mit mehreren Studien beschäftigt und ausgewertete haben (2)). Auch laut International Agency for Research on Cancer ist die Beweislage, dass Milch zu Prostatakrebs führen soll, zu schwach und es wird auf jeden Fall noch mehr Forschung benötigt um auf ein endgültiges Ergebnis zu kommen.

Andere Studien behaupten sogar ganz das Gegenteil. Die tägliche Zufuhr von Milch in moderatem Maße soll sogar zu minimierten Risiko von Dickdarmkrebs führen. Zudem reduziert es das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes  (1)(2).

Eine Studie von der Universität Uppsala hat 2016 herausgefunden, dass ein hoher Konsum von Milch zu weniger Knochendichte führt und eben nicht vor Knochenbrüchen schützt, insbesondere bei Hüftfrakturen. Davon sind Frauen besonders betroffen. (3)

Der Leiter der Studie Hr. Michaelsson, Ernährungswissenschafter, betont aber selbst, dass dies nur die reine Milch betrifft, nicht aber fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Kefir. Zudem sind  auch hier weitere Studien notwendig, um wirklich Ernährungsempfehlungen formulieren zu können. Laut Michaelsson ist es jedoch widerlegt, dass Milch zur einer höheren Knochendichte führt. Wobei der hohe Milchkonsum von Schweden und somit die Ergebnisse der Studie sicherlich nicht auf Mitteleuropa direkt umlegbar ist. (4)

Studien zeigen oft nur Korrelationen, also Zusammenhänge, und sind kein direkter Beweis. Eine einzelne Studie hat oft zu wenig Aussagekraft, die Metastudie (Auswertungen mehrerer Studien) hingegen schon (deshalb auch aufgepasst, was die Medien schreiben- viele Journalisten zitieren lediglich aus einer Studie- mehr Studien sind definitiv notwendig, um wirklich Ernährungsempfehlungen aufstellen zu können).

Zudem ist es komplex, da es nicht immer nur eine Ursache gibt und der gesamte Lebensstil betrachtet werden muss. Die Zukunft der Forschung liegt sicherlich in der Individualität jedes Einzelnen und dass pauschale Empfehlungen für die gesamte Bevölkerung nicht getroffen werden können.

Qualität vor Quantität

Wie gut die Milch ist, die wir zu uns nehmen, hängt natürlich von der Qualität und mit dem Lebensstil der Kuh zusammen – konventionell vs. Bio, Kraftfutter vs. Heumilch,…

So soll laut BOKU die Heumilch die doppelte Menge an Omega-3-Fettsäuren liefern als die “herkömmliche” Milch. Omega-3-Fettsäuren zählen zu den ungesättigten Fettsäuren, die sehr wichtig für uns sind (Brainfood, Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Diese müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst produzieren kann. Zudem beeinflusst die Energieaufnahme der Kuh den Gehalt an Eiweiß in der Milch. Dh. Futter mit einer zu niedrigen Kaloriendichte führt zu einem schlechteren Eiweißprofil.

Übrigens bei der Heumilch ist vergorenes Futtermittel strengstens verboten. Durch den Verzicht darauf kann Käse ohne Konservierungsmittel und ohne großen mechanischen Aufwand produziert werden.

Alle Artikel dieser Reihe findest du übrigens hier:

>>> die Besten Milch-Alternativen

>>> Wie gesund ist Milch wirklich





Mehr Infos zu unterschiedlichen Ernährungsthemen so wie Rezepte findest du auf meinem Foodblog Delicaticious, mehr zu meiner Arbeit (Ernährungsworkshop, Ernährungsberatung, Koch- und Backkurse, Kochbücher,…) auf meiner Herzregion Seite oder auf www.tinaganser.at.

Meine nächsten Kochkurse in der Küchenschmiede St.Johann:

22. Mai  2019, 17.30 Die fabelhafte Welt der Gewürze

23. Mai 2019, 17.30 Brot backen in seiner Perfektion

24. Mai 2019, 17.30 Glutenfreies Brot backen

Individuelle Kochkurse, ob Mädlsabend, Polterer, Geburtstagsfeier oder Firmenevent, auf Anfrage: [email protected]

Delicaticious

Delicaticious

Tina Ganser liebt es nicht nur zu kochen, zu backen und zu gestalten, sondern ist auch eine ausgewiesene Expertin in den Bereichen Gesundheitsförderung/ -information und Ernährung. Tina absolvierte das Studium der Ernährungswissenschaften in Wien und machte sich danach gleich selbständig. Tina schreibt laufend auf Herzregion.at zu köstlichen Rezeptideen, Ernährung und mehr.

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Oliver Allmoslechner und Franz Lechner von herzregion.at